Vivienne Westwood eingehüllt in beiger Decke

Vivienne Westwood

Eine Hommage an eine mutige Britin

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Punkig, wild, unkonventionell: Gedenkt man der im Dezember verstorbenen Vivienne Westwood, so kommen als erstes diese Begriffe in den Sinn. Die 1941 in Derbyshire geborene Vivienne Westwood begann ihre Karriere 1971 als Boutique-Besitzerin in London, wo sie ihre eigenen Entwürfe schon früh an die frau brachte.

Schon damals war ihr typischer Stil unverkennbar: Die provokativen Designs waren inspiriert von Punk und New Wave und brachten frischen Wind in die eingestaubte Modebranche. Westwood pflegte enge Kontakte zur Punk-Szene und arbeitete unter anderem mit der Band Sex Pistols zusammen, wodurch sie auch großen Einfluss auf die Jugendkultur und Mode der 1970er- und 1980er-Jahre gewann. Traditionelle Geschlechterrollen stellte sie dabei ebenso infrage wie gängige Schönheitsstandards.

Punkig, wild, unkonventionell

Vivienne Westwood in blauem Glitzer-Pailettenkleid
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Gedenkt man der im Dezember verstorbenen Vivienne Westwood, so kommen als erstes diese Begriffe in den Sinn. Die 1941 in Derbyshire geborene Vivienne Westwood begann ihre Karriere 1971 als Boutique-Besitzerin in London, wo sie ihre eigenen Entwürfe schon früh an die frau brachte. Schon damals war ihr typischer Stil unverkennbar. Die provokativen Designs waren inspiriert von Punk und New Wave und brachten frischen Wind in die eingestaubte Modebranche. Westwood pflegte enge Kontakte zur Punk-Szene und arbeitete unter anderem mit der Band Sex Pistols zusammen, wodurch sie auch großen Einfluss auf die Jugendkultur und Mode der 1970er- und 1980er-Jahre gewann. Traditionelle Geschlechterrollen stellte sie dabei ebenso infrage wie gängige Schönheitsstandards.

Provokanter Stil

Am Bondage-Stil fand die Britin großen Gefallen – Latex, Schnallen, Nieten und Lederriemen repräsentierten ihre modische Exzentrik ebenso wie Anti-Phrasen. Darunter etwa der Spruch „Only Anarchists are pretty“, den sie auf T-Shirts druckte. Sie selbst wurde irgendwann zu einer Symbolfigur des freien Lebens, kam jahrzehntelang in einer Sozialwohnung unter, trug ihre Haare meist im Strubbellook und fuhr mit dem Fahrrad zur Arbeit. In den 1980er-Jahren entwickelte Westwood ihren Stil weiter und begann, sich auch klassisch-eleganteren Schnitten anzunähern. So orientierte sie sich für ihre Kollektionen beispielsweise am französischen Rokoko und fand Inspiration im Madame-Pompadour-Gemälde von François Boucheron.

Vivienne Westwood hält eine Rede
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„Buy less, choose well, make it last.“

Vivienne Westwood

Ausgezeichnete Leistung

Für ihre Dienste an der Modeindustrie hat die Ausnahmedesignerin im Lauf ihrer Karriere zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Darunter den „Order of the British Empire“, den französischen „Ordre des Arts et des Lettres“ sowie den Titel „Designerin des Jahres“ bei den British Fashion Awards 1990 und 1991. Ihre Laufbahn verschlug Westwood auch nach Wien, wo sie von 1989 bis 2005 als Vortragende an der Universität für angewandte Kunst im Bereich Modedesign tätig war.

Glühende Aktivistin

Neben ihrer Arbeit als Modedesignerin war Vivienne Westwood auch als glühende Umweltaktivistin bekannt. Immer wieder setzte sie sich für Nachhaltigkeit, Abrüstung und soziale Gerechtigkeit ein. Westwood unterstützte Kampagnen wie „Climate Revolution“ und die Aussage „Buy less, choose well, make it last“ wurde schon bald zu ihrem Leitspruch.

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Tjara-Marie Boine ist Redakteurin für die Ressorts Business, Leben und Kultur. Ihr Herz schlägt für Katzen, Kaffee und Kuchen. Sie ist ein echter Bücherwurm und die erste Ansprechpartnerin im Team, wenn es um Themen wie Feminismus, Gleichberechtigung und Intersektionalität geht.

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