HOCHBEETGEFLÜSTER: Leonies DIY-Hochbeet #1
Wie schwierig ist es eigentlich, sein eigenes Hochbeet anzulegen? Unsere Redakteurin Leonie Werus wagt den Selbstversuch.
© Pexels/Cup of Couple
Wenn wir ehrlich sind, haben wir sie doch alle: diese Projekte, die wir schon längst unbedingt angehen wollen. Weil wir ganz genau wissen, dass sie unser Leben ein Stück weit besser machen würden, oder schlichtweg, weil wir uns selbst (und all jenen, die diesbezüglich aus unerklärlichen Gründen an unseren Fähigkeiten zweifeln) beweisen wollen, dass wir sehr wohl Dinge anpacken können.
Blöd nur, dass wir diese Dinge mit Vorliebe auf irgendwann verschieben – auf den Tag, an dem wir endlich Zeit für sie haben, weil es etwas ruhiger im Job ist oder wir in der richtigen Stimmung sind. Doch lassen Sie sich an dieser Stelle gesagt sein: Dieser Tag wird nie kommen. Es gilt also – jetzt oder nie!
Neustart fürs hochbeet.
Mein persönliches Jetzt-oder-nie-Projekt steht bereits seit vier Jahren in Form eines Hochbeets in meinem Garten. Und ja, vielleicht waren meine Ambitionen, dieses Hochbeet auch tatsächlich zu nutzen, dem Corona-Lockdown geschuldet. Wirklich die Mühe gemacht, mich mit diesem Thema zu beschäftigen, habe ich mir jedenfalls bisher nie. Abgesehen von ein paar Salatpflänzchen, in deren Genuss vor allem die hunderten – wenn nicht tausenden – Nacktschnecken kamen, die sich weder durch Kaffeesatz noch durch Kupferband aufhalten ließen.
Kurz gesagt, die Beziehung zwischen meinem Hochbeet und mir ist eine schwierige. Doch das soll sich jetzt ändern: In den kommenden Monaten werde ich ihm endlich die Aufmerksamkeit schenken, die es verdient. Höchstwahrscheinlich werde ich mit meinem alles andere als grünen Daumen zu kämpfen haben, aber hoffentlich auch den einen oder anderen Ernteerfolg erzielen können. Und euch, liebe Leser:innen, nehme ich bei diesem Experiment ganz einfach mit.

Gut zu wissen.
Zum Glück bin ich nicht auf mich allein gestellt: Gärtnermeister David Seidemann wird mir bei meinem Selbstversuch unterstützend zur Seite stehen. Er ist es auch, den ich zum Start mit allen möglichen Fragen überhäufe: Was muss ich wissen? Womit kann ich loslegen? Und vor allem: Wann geht’s los?
Nichts wie los.
Das Hochbeet ist die Luxusvariante des klassischen Gemüsebeets. Seine Vorteile liegen klar auf der Hand: Hochbeetbesitzer:innen dürfen sich über schnellere und höhere Erträge sowie über ein längeres Erntefenster und einen früheren Saisonstart freuen. Jetzt im März gilt es vor allem, Vorbereitungen zu treffen und sich zu überlegen, was denn überhaupt ins Hochbeet soll, erfahre ich.

Die Standardausrüstung umfasst Handschuhe, Handschaufel, Gartenschere und einen Sack für Gartenabfälle sowie Gartenvlies, um junge Pflänzchen vor der Kälte zu schützen. Auch wenn ein Hochbeet schneller erwärmt als der Boden im Garten und frühlingshafte Temperaturen sofort zum Aussäen verleiten, sind nicht alle Pflanzen dazu geeignet, schon jetzt im März draußen eingesetzt zu werden. Tomaten und Paprika beispielsweise dürfen erst dann ins Freie, wenn die Nachttemperatur nicht mehr unter fünf Grad fällt, erklärt David. Spinat, Vogerlsalat, Asialeaf- und Babyleaf-Salate können hingegen auch in den Wintermonaten geerntet werden. Also nichts wie los in die nächste Gärtnerei!

Startschuss.
Erst einmal befreie ich mein Hochbeet von den kläglichen Resten meiner Salatpflänzchen und von mysteriösen Wurzeln, bevor es mit einer dünnen Schicht Kompost und mit frischer Erde befüllt wird. Am wichtigsten für Wachstum und Nährstoffaufnahme sind die ersten 10 bis 15 Zentimeter, diese Schicht sollte jährlich erneuert werden. Hinsichtlich des Standorts gibt es laut David eine einfache Regel: je mehr Sonne, desto besser für Gemüse und Co. In einem sonnigeren Beet fühlen sich die meisten Kräuter und Fruchtgemüse wie Paprika, Gurken oder Zucchini sehr wohl. Hat man weniger Sonne zur Verfügung, wachsen Schnittlauch und Petersilie, aber auch Salat und Kohlarten sehr gut.
Nun heißt es also: Ärmel hochkrempeln und los geht’s, packen wir es an – jetzt oder nie.
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MEHR ÜBER DIE AUTORIN:

Leonie Werus betreut die Ressorts Genuss, Wohnen und Freizeit. Sie ist ein echter Workhaholic und weiß es jede Minute gut für sich zu nutzen. Mit ihren Airfryer, liebevoll Fritti genannt, probiert sie gerne neue Rezepte und versucht nebenbei das TIROLERIN-Team zum Sport zu motivieren – meist leider vergeblich.
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