Tipps vom Experten, wie deine Marke relevant bleiben kann
Das Erfolgsgeheimnis von Markenentwicklung
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Wie bleiben Marken echt, relevant und identitätsbasiert – in einer Welt, die sich ständig verändert? Darüber spricht Markenentwickler Harald Sturm im Interview und auch darüber, wie er mit seinem neuen Podcast „brandDOC“ gemeinsam mit interessanten Gesprächspartnern aus dem DACH-Raum erfolgreicher Markenführung auf den Grund geht.
Eine der größten Herausforderungen für Marken in einer volatilen Welt ist die Gefahr der Austauschbarkeit. Zu viele Unternehmen orientieren sich an Best Practices oder am Wettbewerb, anstatt aus der eigenen Identität heraus zu handeln. Dadurch verlieren sie ihr Profil, ihre Klarheit und letztlich auch ihre Relevanz, zeigt Harald Sturm auf. Der Markenentwickler versteht sich als „brandDOC“ (DOC steht für Diagnostic, Organizations and Operations, Communication) und setzt genau hier an: „Indem wir hinterfragen und klären, wie eine Marke wirklich tickt, was sie antreibt und wofür sie steht. Denn ohne eine klare innere Identität entsteht das Außenbild willkürlich und unkontrolliert“, sagt der Inhaber der Brandingagentur „Sturmerprobt“, die auf Markenentwicklung spezialisiert ist. In seinem neuen Podcast „brandDOC“ spricht Harald Sturm mit seinen Gästen darüber, wie Marken echte, konsistente und evidenzbasierten Entscheidungen treffen können – damit sie nicht nur sichtbar, sondern auch relevant und langfristig erfolgreich bleiben.
Aus Ihrer Erfahrung als Experte für Markenentwicklung heraus: Was macht eine starke Markenidentität aus?
Die Identität eines Unternehmens bestimmt, wie es in der breiten Masse wahrgenommen wird. Doch viele Firmen geraten im Laufe der Zeit in den „Einheitsbrei“. Sie tun, was sie immer getan haben, oder orientieren sich an Best Practices, statt aus ihrer eigenen Identität heraus zu handeln. Das Problem: Ohne ein klares Selbstbild entsteht ein unkontrolliertes Außenbild.
Entscheidungen werden willkürlich getroffen, Mitarbeiter ziehen nicht in dieselbe Richtung, und das Markenerlebnis wird inkonsistent. Fremdwahrnehmung kann man nicht direkt steuern – sie ist das Resultat des eigenen Handelns. Doch um gezielt handeln zu können, muss die Identität definiert sein. Genau hier setze ich an: Mit unseren erprobten Markencode- und Werteraum-Methoden helfe ich Unternehmen, ihr wahres Selbst zu erkennen.
Denn nur mit einer klaren Identität lassen sich markenwürdige Entscheidungen treffen. Wie Marken echte, konsistente und strategisch fundierte Entscheidungen treffen können, darum geht es auch in den Gesprächen mit meinen Gästen in meinem Podcast „brandDOC“.
Das unternehmerische Verhalten muss sich an einer klaren Markenidentität orientieren.
Markenentwickler und „brandDOC“ Harald Sturm
Im neuen Podcast „brandDOC“ verstehen Sie sich als „Hausarzt für Marken“. Warum brauchen Unternehmen bzw. Marken einen Arzt? Woran krankt es?
Viele Unternehmen haben weltklasse Produkte oder Dienstleistungen – doch ihre Marke spielt nur in der Bezirksliga. Woran liegt das? Meist fehlt die innere Klarheit: Wofür stehen wir? Welche Werte treiben uns echt an? Wodurch unterscheiden wir uns wirklich vom Wettbewerb? Ohne diese Klarheit bleibt eine Marke blass, beliebig und austauschbar. Als „Hausarzt für Marken“ erkenne ich die Symptome, analysiere die Ursachen und entwickle gezielte Maßnahmen, um die Marke vitaler, klarer und relevanter zu machen – mit evidenzbasierten Daten, Strategie, Feingefühl und einem zielorientierten Plan.
Können Sie uns mehr darüber erzählen, welche Themen im Podcast behandelt werden?
In meinem Podcast dreht sich alles um Markenidentität und Corporate Branding – und darum, wie Unternehmen ihre Visionen und Werte zum Leben erwecken. Ich spreche mit inspirierenden Gästen aus Wirtschaft und Wissenschaft über Markenführung, Personal Branding, Unternehmenskultur und die Herausforderungen des digitalen Wandels. Dabei interessiert mich besonders: Wie bleiben Marken echt, relevant und identitätsbasiert – in einer Welt, die sich rapide verändert?
Die Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Markenentwicklung wird immer bedeutender. Wie sehen Sie den Einfluss von KI auf die Art und Weise, wie Marken heute gestaltet und wahrgenommen werden?
KI kann Markenarbeit auf ein neues Level heben – aber nur, wenn sie mit evidenzbasierten Daten gefüttert wird. Algorithmen allein erschaffen keine relevante Marke. Ohne eine klare Markenidentität bleibt auch das beste KI-gestützte Marketing beliebig. Deshalb sehe ich meine Aufgabe darin, Unternehmen dabei zu helfen, diese essenziellen Fragen zu beantworten und deren Datenschatz zu heben. Erst wenn die Identität einer Marke klar definiert ist, kann KI gezielt eingesetzt werden, um relevante, markenkonforme Ergebnisse zu liefern – sei es in der Kommunikation, im Design oder in der Markentonalität.
Podcast-Tipp
brandDOC: Podcast von und mit Harald Sturm
Nachzuhören im Podcast: Christiane Gasser (ÖSV-Ski Austria), Doris Hummer (Domico), Ina Böttcher („Tagesschau“ Moderatorin, Medientraining), Prof. Gerald Lembke (Bestsellerautor, Digitalexperte), und andere.
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