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Winterfit in Tirol: So übersteht Ihr Auto Schnee und Eis
Wer sein Fahrzeug rechtzeitig auf Kälte, Schnee und Eis vorbereitet, vermeidet teure Pannen und gefährliche Situationen.
© Pexels/ Karola G
Die meisten Tiroler Autofahrer:innen warten mit der Wintervorbereitung bis zum ersten Schneefall – dann sind Werkstätten überlastet und wichtige Teile ausverkauft. Wer sein Fahrzeug rechtzeitig auf Kälte, Schnee und Eis vorbereitet, vermeidet teure Pannen und gefährliche Situationen auf den Bergstraßen rund um Innsbruck, am Brenner oder im Ötztal.
Der Tiroler Winter stellt besondere Anforderungen an jedes Fahrzeug. Eine gründliche Wintervorbereitung umfasst mehrere wichtige Bereiche: Winterreifen, Frostschutz, Batterie, Beleuchtung und Scheibenwischer. Diese Checkliste zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Auto systematisch winterfest machen.
Winterreifen rechtzeitig wechseln
In Österreich ist die Winterausrüstung vom 1. November bis 15. April gesetzlich vorgeschrieben: Bei Schnee, Schneematsch oder Eis müssen auf allen Rädern Winterreifen montiert sein. Experten empfehlen den Wechsel bereits im Oktober, da in höheren Lagen schon früh Schnee fallen kann.
Die Profiltiefe bei Winterreifen muss mindestens 4 mm betragen – das ist der gesetzliche Mindestwert für Radialreifen. Die allgemeine Untergrenze von 1,6 mm gilt nur für Sommerreifen und ist für winterliche Verhältnisse in Tirol unzureichend.
Wählen Sie Reifen mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke). Die M+S-Kennzeichnung allein wird zwar noch formal anerkannt, bietet aber keine Gewähr für zuverlässige Wintereigenschaften.
Die Autobatterie als häufigste Pannenursache
Bei minus 10 Grad verliert die Batterie etwa die Hälfte ihrer Leistung, während der Starter gleichzeitig mehr Energie benötigt. Der ÖAMTC berichtet, dass etwa 40 Prozent der winterlichen Panneneinsätze in Österreich auf schwache Batterien zurückzuführen sind.
Zusammenhang zwischen Temperatur, Batteriekapazität und Startenergie

Wie die Tabelle zeigt, sinkt die Batteriekapazität mit sinkender Temperatur drastisch. Bei einer Temperatur von plus 20 Grad arbeitet die Batterie mit voller Leistung. Bereits bei null Grad sinkt die Batteriekapazität auf etwa 75 Prozent. Bei minus 10 Grad, was in Tiroler Winternächten keine Seltenheit ist, halbiert sich die verfügbare Energie. Gleichzeitig benötigt der Anlasser bei solchen Temperaturen deutlich mehr Energie, um den Motor zu starten. Diese Kombination erklärt, warum im Winter so viele Autos nicht anspringen.
AUTODOC Österreich raten: “Wir empfehlen, dass Sie sich für AGM-Batterien mit Gel-Elektrolyt entscheiden. Tatsächlich ist dieser Batterietyp bei niedrigen Temperaturen effizienter und widerstandsfähiger gegenüber Vibrationen. Hinweis: Im Winter erfordert auch eine neue Batterie ein wiederholtes Aufladen mit Hilfe eines speziellen Ladegeräts.”
AGM- oder Gel-Batterien überstehen niedrige Temperaturen und Vibrationen meist besser als herkömmliche Blei-Säure-Batterien. Für Fahrzeuge mit vielen Kurzstrecken und zahlreichen elektrischen Verbrauchern empfiehlt sich eine gelegentliche Nachladung mit einem speziellen Ladegerät.
Welche Batterie eignet sich für alpine Bedingungen? Für den Tiroler Winter haben sich verschiedene Technologien bewährt:

Frostschutz für Kühlsystem und Scheibe
Prüfen Sie den Frostschutz im Kühlwasser bis mindestens minus 25 Grad. Für Hochgebirgsfahrten kann minus 35 Grad sinnvoll sein. Auch die Scheibenwaschanlage braucht Frostschutz. Verwenden Sie fertiges Konzentrat – keine Hausmittel wie Spiritus, die Leitungen und Lack beschädigen können. Mischen Sie nach Herstellerangaben, typischerweise 1:1 für österreichische Bedingungen.
Scheibenwischer und Beleuchtung kontrollieren
Alte Wischerblätter verschmieren bei Frost. Spezielle Winterwischer mit Gummimantel verhindern das Einfrieren. Kontrollieren Sie alle Lichter: Abblendlicht, Fernlicht, Blinker, Bremslicht und Nebelscheinwerfer. Im Winter wird es früh dunkel, und bei Schneefall ist gute Sicht überlebenswichtig.
Verfügbarkeit von Autoteilen in Tirol
Ein häufiges Problem beim Wintercheck ist die Verfügbarkeit der benötigten Teile. Während lokale Werkstätten oft Wartezeiten haben, nutzen viele Autofahrerinnen heute Online-Händler. AUTODOC betreibt mehrere Logistikzentren in Europa, darunter Standorte in Berlin, Szczecin, das nahe gelegene Cheb in Tschechien sowie das 2025 eröffnete moderne Lager in Ghent.
Besonders das Lager in Cheb liegt in unmittelbarer Nähe zur österreichischen Grenze – nur rund 200 Kilometer von Innsbruck entfernt. Diese geografische Nähe bedeutet kürzere Transportwege als bei vielen anderen europäischen Anbietern. Gerade vor der Wintersaison, wenn der Bedarf an Batterien, Winterreifen und Frostschutzmitteln stark steigt, kann diese dezentrale Lagerstruktur mit einem Standort im Nachbarland von Vorteil sein.
Zusätzliche Winterausrüstung
Halten Sie bereit: Eiskratzer mit Teleskopstiel, Schneebesen, Starterkabel, Wolldecke, Taschenlampe und Abschleppseil. Für Hochgebirgsfahrten: Schneeketten. In Österreich gilt auf bestimmten Strecken situative Kettenpflicht. Üben Sie das Anlegen vorher – im Notfall zählt jede Minute.
Informationsgrundlagen: ÖAMTC-Pannenstatistik, österreichische StVO-Bestimmungen zu Winterausrüstung, Herstellerangaben zu Batterietechnologie, AUTODOC-Expertenwissen.
FAQ:
- Wann sollte ich mit der Wintervorbereitung meines Autos beginnen?
Beginnen Sie idealerweise bereits im September oder spätestens Anfang Oktober, bevor der erste Schnee fällt und Werkstätten überlaufen sind.
- Was ist das Wichtigste bei der Auto-Wintervorbereitung?
Die Batterie ist mit 40 Prozent Pannenanteil die häufigste Schwachstelle – lassen Sie sie rechtzeitig prüfen und tauschen Sie sie bei Werten unter 12,4 Volt aus.
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