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Weiße Wände sind Geschichte, jetzt wird alles bunt! Der Interior-Trend Dopamine Decor setzt auf leuchtende Farben und bunte Muster – und soll gerade in schwierigen Zeiten Freude ins Haus bringen.
Es ist noch gar nicht lange her, da war der Begriff „Dopamine Dressing“ in aller Munde. Ein Modetrend, der mit seinen knalligen Farben, weichen Stoffen und fröhlichen Mustern wie gerufen kam. Den Modetren haben wohl auch immer mehr Interior-Designer:innen gesehen und ihn kurzerhand auf ihre Branche umgewälzt. Und siehe da: über sechs Millionen Mal wurde der Hashtag #DopamineDecor alleine im Jahr 2023 auf der Plattform TikTok genutzt – und der Hype reißt noch lange nicht ab.

was steckt hinter dem trend?
Die Gestaltung unserer Umgebung hat direkten Einfluss auf unsere Stimmung und auf die Freisetzung von Glückshormonen, so die Idee hinter dem Trend. Der namensgebende Wohlfühl-Neurotransmitter Dopamin fungiert als Botenstoff zwischen den Nervenzellen unseres Gehirns und hat einen erheblichen Einfluss auf unsere Laune, unser Aufmerksamkeitsvermögen und unsere Leistungsbereitschaft. Wenn Dopamin in großen Mengen ausgeschüttet wird, führt dies zu Glücksgefühlen im Körper. Stellt sich nur die Frage: Wie wird unser Zuhause nun zum wahren Stimmungsbooster?
dopamine decor
Es gilt: Mehr ist mehr! No-Gos gibt es keine, stattdessen geht es um einen kreativen Mix, der ruhig auch ein wenig verrückt anmuten darf, solange er uns gefällt. Dieses Selbstbewusstsein hinsichtlich unseres eigenen Geschmacks geht auf die Modeströmung des Dopamine Dressing zurück, die Modepsychologin Dawnn Karen prägte. Während der Pandemie, so lautet ihre Annahme, schrieb uns niemand vor, wie wir uns anzuziehen hätten. Darum entwickelten wir eine Vorliebe für Styles, die uns wirklich glücklich machen. Und weil der Weg von Laufstegen bis in unsere Wohnzimmer oftmals ein kurzer ist, ist dank Dopamine Decor auch bei der Einrichtung alles erlaubt, was Freude macht.

Wie kriegen wir das für zuhause hin?
mut zur farbe
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Farben unsere Emotionen beeinflussen. Verschiedene Farbtöne assoziieren wir mit unterschiedlichen Stimmungen – und dieser Zusammenhang kann von Land zu Land unterschiedlich sein. Die psychologische Wirkung von Farben ist allerdings universell. Kein Wunder also, dass wir diese Methode – bewusst oder unbewusst nutzen, um auch in unserem Zuhause für Freude zu sorgen. Egal, ob Pastell oder grell, ob hell oder dunkel – letztlich geht es auch bei der Farbwahl um die eigenen Vorlieben.
was sich gut anfühlt, macht glücklich
Pölster, Decken oder Teppiche mit besonderer Haptik, in verschiedenen Farben, Größen und Mustern sorgen für mehr Gemütlichkeit im Raum. Teppiche machen übrigens nicht nur auf dem Boden eine gute Figur, sondern auch an den Wänden.
personality
Bücher, Blumen, Souvenirs, Fotos und ganz eigene Lieblingsstücke mit Geschichte: Sie alle verleihen unserem Zuhause Charakter. Die Vase, die schon damals in Omas Küche stand? Der Kerzenhalter, der beim letzten Frankreich-Urlaub auf dem Trödelmarkt unbedingt mitmusste? Es sind diese kleinen Glücksmomente, um die es geht. Wir bestücken unser Zuhause mit Dingen, zu denen wir eine emotionale Bindung haben, die unsere Seele berühren und uns an glückliche Momente und vergangene Zeiten erinnern. Ein Hauch von Nostalgie, der nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht ist.
Unsere lieblings-hingucker

1 | SONNIG GELB. Beistelltisch “Don’t leave me” von HAY, bei Resort Innsbruck, um € 219,-
2 | HANDGEMACHT. “Bubble”-Kerze von Niki Candle, bei Lieblich und Schön, um € 13,-
3 | GEMÜTLICH. Teppich “Rosace” von Maisons du Monde, um € 59,99
4 | MIT STIL. Wasserkocher “Dolce & Gabbana”-Edition von Smeg, bei Kastner & Öhler, um € 599,-
5 | EINFACH ZURÜCKLEHNEN. Sessel “PARA(D)” von Nova Obiecta, ab € 3.400
6 | SPIEGLEIN, SPIEGLEIN. Spiegel mit welligem Rahmen von H&M, um € 59,99
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Mehr Über die Autorin dieses Beitrags:

Leonie Werus betreut die Ressorts Genuss, Wohnen und Freizeit. Sie ist ein echter Workhaholic und weiß es jede Minute gut für sich zu nutzen. Mit ihren Airfryer, liebevoll Fritti genannt, probiert sie gerne neue Rezepte und versucht nebenbei das TIROLERIN-Team zum Sport zu motivieren – meist leider vergeblich.
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